Im Fernsehen ist alles heilbar, wie ich gerade wieder dank Pro7 bestätigt wurde. Ja, tatsächlich! Sogar Syndrome, die nur miß-informierte Ignoranten noch als Krankheiten bezeichnen.
Gerade hatte ich beim Zappen in "Seventeen" reingeschalten. Mir fiel ein Junge auf, der zwar äußerlich durchaus als junger Mann durchging, dessen Stimme aber verdächtig hell war. In dem Drang, meine Vermutung bestätigt zu bekommen, schaute ich den Film weiter. Es brauchte einige Geduld, da das Geheimnis des vermeintlichen Jungen zumindest gegenüber den Figuren erst weit gegen Schluß im wahrsten Sinne 'entblößt' wurde.
Eine interessante Möglichkeit, den Fernsehzuschauer über die heutige Welt aufzuklären und das Ganze mit der erwarteten weich gespülten Sendung zu verbinden. Aber scheinbar glaubten die Macher, ihre Zuschauer vor solchen Fakten beschützen zu müssen.
Mit ein bißchen sozialer Aufbauarbeit wurde nach der Entblößung Verständnis für das Mädchen gezeigt, daß "als Mädchen nicht zurechtkommt und als Junge auch nur Scheiße baut". So traute 'sie' sich denn auch, geschminkt und mit Top auf die Schulparty zu gehen, damit ihr jeder noch akzeptierend applaudieren konnte, und anschließend die Nacht mit dem angehimmelten Mitschüler zu verbringen. So mußte der politisch korrekt auch nicht schwul sein, um auf 'sie' zu stehen.
Immerhin, man bedenke die Vorteile! Gäbe es solche Sendungen
häufiger, wüßten Tausende, daß es ihnen ganz umsonst schlecht geht. Ein
paar aufmunternde Worte und alles vergessen.
Ende gut, alles gut, und wieder eine Seele vor der Hölle gerettet. Danke Pro7.